FAUSTBALLSPORT

Was ist Faustball?

Ja, es gibt eine „beeindruckende“ Ähnlichkeit zwischen Volleyball und Faustball: Das Ziel beider Spiele ist es, den Ball so in das Feld des gegnerischen Teams zu platzieren, dass dieses den Ball nicht mehr zurückspielen kann. Der entscheidende Unterschied: Beim Faustball wird der Ball entweder mit der Faust oder dem Arm geschlagen – nie mit offener Hand – und er darf nach jedem Ballkontakt ein Mal aufspringen.
Heutzutage gibt es beim Faustball fünf Spieler auf jeder Seite, die den Ball über das Netz befördern – und das bei Geschwindigkeiten von über 100 km/h. Dabei kommt es zu spektakulären Hechtsprüngen, weil die Spieler vermeiden wollen, dass der Ball mehr als einmal im eigenen Feld aufspringt.

Vorteile des Faustballsports
  • Es gibt keine Fouls: Die gegeneinander spielenden Mannschaften stehen auf getrennten Feldern. Direkten Kontakt mit Gegenspielern gibt es nur bei selten auftretenden Blocksituationen.
  • Ganzkörpertraining: Um Faustball zu spielen und richtig schlagen zu können benötigt es die gesamte Körpermuskulatur von den Füßen bis zur geballten Faust. Ganzkörperfitness und Krafttraining ist in höheren Spielklassen unentbeerlich.
  • Ganzjahressport: Faustball wird das ganze Jahr lang gespielt. Im Sommer im Freien am Rasen, im Winter in Sporthallen. Die bietet nicht nur Abwechslung sondern auch einen hohen Erholungswert beim Spielen an der frischen Luft.
  • Teamsport: Jede Position am Feld ist wichtig, um Punkten zu können. Erfolgreiche Mannschaften können nur unter Spielern mit Zusammenhalt und Teamgeist in hohen Ligen bestehen. Auch außerhalb des Spielfeldes sind Teamarbeit und gemeinsame Aktivitäten für gute Spielerfolge unumgänglich. Umso länger ein Team miteinander spielt, desto besser wird es.
  • Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer: Alle Leistungsbereiche werden abgedeckt. Ein großes Spielfeld ist von nur 5 Spielern abzudecken, es sind daher Sprints und viele Laufwege notwendig, scharf geschlagene Bälle abzuwehren. Um Bälle stark und druckvoll schlagen zu können muss die eigene Maximalkraft eingesetzt werden. Die Ausdauer wird gefordert um die Maximalkraft nicht nur 2-3 mal pro Spiel einsetzen zu können sondern mehrmals pro Satz, um zu gewinnen. Meisterschaftsrunden bestehen außerdem auch aus mehreren Spielen.
  • Taktik: Faustball ist auch eine Taktiksportart. Vieles hängt auch von der eigenen Spielübersicht und dem Spielverständnis ab. Für Laien oft nicht zu erkennen gibt es bestimmte Spielzüge, Aufstellungsformen und Spielrollen innerhalb eines Teams, die sich im Laufe eines Matches stark verändern können und teilweise auch stark über Sieg oder Niederlage entscheiden können.
  • Große Aufstiegschancen: Harte Arbeit ist belohnender als du denkst. Österreich wurde 2009 zuletzt Weltmeister und die letzten Jahre immer am Podest bei Europa- und Weltmeisterschaften gestanden. Zuletzt wurde Österreich U18w Weltmeister und U21m Europameister. In anderen vergleichbaren Sportarten ist deutlich mehr Zeit aufzuwenden und es sind deutlich häufigere Trainings erforderlich, um zu den Besten der Welt zu zählen.
  • Einfach zu Lernen: Die Technik kann bereits in der Volksschule erlernt werden. Es gibt jede Menge an Lehrbüchern, -videos und -unterlagen. Wie auch bei anderen Sportarten werden spezielle Faustball-Übungsleiter und Instruktor-Kurse zur Fortbildung angeboten.
  • Geringe Kosten: Die Ausgaben für Sportkleidung, Nockenschuhen, Hallenschuhen, Mitgliedsbeiträgen etc. sind in Relation zu anderen Sportarten sehr überschaubar und bei etwas Engagement im Verein oder Verband unter Umständen sogar von selbst finanzierbar.
  • Wenig Meisterschaftstermine (Jugend: 3-5 pro Saison), was auch mal Zeit mit der Familie ermöglicht. Bei Bedarf kann jedoch auch häufiger an verschiedenen Turnieren, nationalen und internationalen Wettkämpfen teilgenommen werden.
  • Ressourcenschonend: Es werden keine Schläger oder anderen Sportgeräte bis auf einen Ball, Pfosten und eine dünnes Netzband auf einem Rasensportplatz benötigt. Auf einem Fußballplatz haben 4 Faustballfelder platz. Eine gleichgroße Fläche kann von mehreren Personen zur körperlichen Betätigung genutzt werden. Dementsprechend gering sind die Erhaltungsaufwände, wie z. B. Rasen mähen oder Flutlichtflächen.
  • Familiäre Sportart: Aufgrund der eher kleinen Teamgrößen ist es eher möglich Eltern und Angehörige der Spieler einzubinden und kennenzulernen. Neben den Spielterminen bietet dies außerdem mehr Möglichkeiten, gemeinsame Aktivitäten zu organisieren.
  • Alle Niveaus von jung bis alt: Faustball kann ab 6 Jahren und bis ins hohe Alter gespielt werden. Es gibt Jugendklassen von U10 bis U18 sowie Altersklassen von 35+ bis 65+. Die allgemeinen Klassen bieten für alle spielerischen Niveaus entsprechende Ligen vom Hobbyspieler bis zum Leistungssportler.
  • Internationalität: Faustball wird auf jedem Kontinent der Erde gespielt, eine große Faustballnationendichte bietet neben Europa, Südamerika mit Brasilien, Argentinien und Chile. Weitere Faustballnationen sind u. A. Indien, Namibia, Neuseeland, USA und Japan.